Solidaritätserklärung für Moabit hilft

Nach wie vor versorgen wir jeden Tag hunderte Menschen mit gespendeter Kleidung und Hygieneartikeln, geben Tee und Kaffee aus, kümmern uns um ihre Anliegen. Daran hat sich nichts geändert. Und wir werden uns auch weiterhin nicht durch Bedrohungen einschüchtern lassen!
Wir sagen DANKE an alle Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, insbesondere an Georg und Katharina bzw. dem ganzen Flüchtlingsrat, für eure Unterstützung und freuen uns unsäglich über eure Solidarität.

http://www.fluechtlingsrat-berlin.de/lepton/media/pdf/Solidaritaetserklaerung_fuer_Moabit_hilft.pdf

Vielen Dank an die Staatsoper im Schillertheater

Liebe Staatsoper Unter den Linden,

Danke, von Herzen. Ohne diese Spenden hätten wir im letzten Jahr nicht Medikamente, Lebensmittel, Regencapes, Decken, Bahntickets und all die anderen Sachspenden kaufen können. Danke für das Vertrauen und den Support. Danke für die fassungslos vielen rund 21.000,- EUR, die wir insgesamt erhalten haben. Ihr habt mit diesem Geld viel, viel Gutes getan.

Vielen Dank Lehmann-Crew

Sie schreiben auf ihrer Internetseite:
“Überall entsteht Neues, überall trifft man sich, überall wird irgendetwas vorgestellt oder angeboten.
Für alles muss ein Dach her, manchmal nur für einige Tage oder sogar nur wenige Stunden (…).”
Und irgendwie haben sie recht.

Vor unserem Haus D beim LAGeSo mussten die Wartenden ungeschützt draußen stehen. Von Senatsseite gab es hier leider nie irgendwelche Unterstützung, dieses abzuändern.

Die Firma Lehmann Crew HQ waren diejenigen, die auf uns zu kamen und uns ein Zelt anboten. Sie erschienen, unkompliziert konnte mit ihnen alles abgesprochen werden, das Zelt wurde aufgebaut und nun steht es bereits seit ein paar Wochen.
Damit die Menschen wenigstens vor dem Wind und Regen geschützt sind.

Wir danken von ganzen Herzen für dieses Sponsoring, insbesondere im Namen der Geflüchteten.

Zelt der Lehmann Crew für Moabit hilft

Flüchtlinge werden aus Hostels und Ferienwohnungen in Turnhallen verlegt – Systematische Ausgrenzung statt Inklusion

Flüchtlinge werden aus Hostels und Ferienwohnungen in Turnhallen verlegt – Systematische Ausgrenzung statt Inklusion
Pressemitteilung Flüchtlingsrat Berlin vom 10. Mai 2016
Erneut sind Geflüchtete von Obdachlosigkeit bedroht. Diesmal geht es nicht um eine hohe Zahl in Berlin ankommender Geflüchteter und die fehlende Akquise neuer Unterkünfte durch die Behörden, sondern um die vom Senat neuerdings für zu hoch erklärten Tagessätze für Hostels und Ferienwohnungen.

Während das LAGeSo bislang Tagessätze bis zu 50 Euro pro Nacht und Person zahlte, sollten es seit März 2016 nur noch 30 Euro sein. Zudem lief die Übergangsfrist für illegale Ferienwohnungen zum 1. Mai 2016 aus. Statt für transparente Konditionen und verlässliche Zahlungen an die Hostelbetreiber zu sorgen, und Geflüchteten die Möglichkeit der Anmietung der Ferienwohnung zu normalen Mietpreisen zu ermöglichen, werden Geflüchtete in Turnhallen verlegt.

Bereits länger in Berlin lebende Geflüchtete werden schäbiger als zuvor untergebracht und verlieren mit Mühe gefundene Schul- oder Kitaplätze. Entgegen der öffentlichen Bekundungen wird die bezirkliche Eingebundenheit der Menschen (Kita, Schule, etc.) bei dieser Umverteilung in keiner Weise beachtet. „Hier wird auf Kosten der Geflüchteten systematische Ausgrenzung statt Inklusion betrieben“, sagt Georg Classen vom Flüchtlingsrat Berlin. 40 bis 50 Geflüchtete verlieren durch die Politik Czajas täglich ihre Unterkunft und ihr mühsam aufgebautes Umfeld.

In unvorhersehbaren akuten Katastrophen- und Notsituationen mag eine Unterbringung in Turnhallen unvermeidbar sein. Die langfristige Einweisung Geflüchteter in Turnhallen und Flugzeugaragen ist mit der Menschenwürde unvereinbar. Sie ist weder legitim, noch geeignet, noch erforderlich, um bessere Konditionen für Hostels und die Bekämpfung illegaler Ferienwohnungen durchzusetzen.
Unterzeichner:

Flüchtlingsrat Berlin www.fluechtlingsrat-berlin.de

Be an Angel, http://beanangel.direct/en/

Moabit hilft!, http://moabit-hilft.com/

Place4Refugees, http://place4refugees.de/
Pressekontakt:

Flüchtlingsrat Berlin Tel. 030-24344 5762, E-Mail [email protected]

Moabit hilft: [email protected]