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wer sind wir ?

Die BürgerInneninitiative “Moabit hilft!” – Wer sind wir?

Kriege und Vertreibungen führen dazu, dass Flüchtlinge aus den unterschiedlichsten Gebieten der Welt auch zu uns nach Berlin-Moabit kommen.
Sie sind häufig traumatisiert, sprechen kaum oder gar nicht die deutsche Sprache und kennen sich nicht aus in einer Ihnen völlig fremden Kultur. Diesen Flüchtlingen und ihren Kindern wollen wir, eine Gruppe von AnwohnerInnen, lokalen Institutionen, Vereinen und Geschäftsleuten aus Moabit, tatkräftig helfen.

Wie es begann

Im Sommer 2013 wurde bekannt, dass im alten Vermessungsamt Alt Moabit 82b neben dem bereits in derLevetzowstraße bestehenden Flüchtlingsheim eine weitere Notunterkunft für Flüchtlinge in Moabit eingerichtet wird. Für eine sich schnell findende Gruppe von Nachbarinnen und Nachbarn stand fest, dass man den Bewohnern der Notunterkunft Alt-Moabit und des Flüchtlingsheimes Levetzowstraße – darunter viele Familien mit kleinen Kindern – hilfreich zur Seite stehen will. Man sammelte in einer ersten Aktion bedarfsorientierte Sachspenden und war überwältigt von der Resonanz der spendenden Bevölkerung.

Die erste Spendenaktion im September 2013 brachte 220 Kartons mit Kleidung für Herren, Damen und Kinder zusammen. Dies war der Auftakt zu einer kontinuierlichen und sehr fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Nachbarn, Bewohnern der Notunterkunft Alt Moabit und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der das Haus in der Alt Moabit leitet. Einige Zeit später konnten auch Hilfeleistungen und Sachspenden für die BewohnerInnen des Flüchtlingsheimes in der Levetzowstraße zur Verfügung gestellt werden, hier ist das Privatunternehmen Gierso GmbH für die Hausleitung zuständig. Das anhaltend große Engagement vieler MoabiterInnen führte dazu, dass es zu der Gründung der BürgerInneninitiative “Moabit hilft!” kam.

Unsere Ziele

  • Unser Ziel ist es, den Flüchtlingen in Moabit mit materiellen, sozialen sowie alltagspraktischen Hilfeleistungen zur Seite zu stehen. Sie zu Ärzten und bei Amtsgängen zu begleiten, sie bei der Wohnungssuche zu unterstützen und Hilfe bei Umzügen zu leisten.
  • Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Bevölkerung zu informieren und in Hilfsprojekte einzubinden, um Vorurteile und Ängste abzubauen.
  • Die Vernetzung lokaler Institutionen mit Ehrenamtlichen für die Flüchtlingshilfe ist eines unserer relevantesten Arbeitsfelder. Wir pflegen den Erfahrungsaustausch und Kooperationen mit anderen regionalen wie überregionalen Institutionen der Flüchtlingshilfe.

Die bisherige Arbeit von “Moabit hilft!”:

Bedarfsorientierte Spendensammlung

In Absprache mit den Heimleitungen werden regelmäßig präzise Bedarfslisten erstellt und in sozialen Netzwerken sowie in Rundschreiben kommuniziert. So konnten bisher über 220 Kisten Kleidung (für Herren, Damen und Kinder) und knapp 20 Kisten Schuhe gesammelt, abgeholt, sortiert und gelagert werden. Kartons und Spenden aus dem Ausland erreichten uns; außerdem konnten Möbel, Kosmetika, Hygieneartikel, pharmazeutische Produkte (Pflaster, Fieberthermometer etc.), Spiel-, Bastel- und Schulmaterial gesammelt und der NotunterkunftAlt Moabit 82 zur Verfügung gestellt werden.

Der derzeitige Bedarf findet sich unter “Bedarfslisten” hier auf der Website. Hochwertige oder im Übermaß vorhandene Sachspenden werden in Onlineverkaufsbörsen, auf Flohmärkten und bei Facebook gewinnbringend veräußert, um das Erwirtschaftete in die Flüchtlingsarbeit mit einbringen zu können. Von diesen Erlösen können zum Beispiel Fahrkarten, Eintrittskarten oder Spielmaterial gekauft werden.

Nachbarschaftsfeste

Die Begegnung und der persönliche Kontakt zwischen den BewohnerInnen der Notunterkünfte mit den Moabiter Anwohnern ist uns sehr wichtig. Dazu organisierten wir zunächst ein erstes “Willkommensfest für die neue Nachbarschaft” am 2. November 2013 im Haus Alt-Moabit 82.
Im Vorfeld verteilten wir ca. 1000 Flyer und Einladungen in der direkten Nachbarschaft und Umgebung und platzierten etwa 100 Plakate an öffentlichen Plätzen und in gastronomischen Betrieben.
Das Fest wurde zu einem großen Erfolg: Viele NachbarInnen und Interessierte kamen ins Heim. Zum reichhaltigen Buffet trugen Privatleute, umliegende Einzelhändler und Restaurants bei. Ein mit unserer Hilfe eingerichtetes, fröhlich gestaltetes Kinderspielzimmer wurde eingeweiht und seither mit weiteren Möbeln, Büchern, Spiel- und Bastelmaterial ausgebaut.

Seither organisierte und unterstützte “Moabit hilft!” weitere Veranstaltungen: Einen Laternenumzug mit circa 450 Teilnehmern, organisiert vom Quartiersmanagement Moabit Ost. Der Adventsbasar in der Heilandskirche am 30. November 2013 – die Erlöse kamen der Bürgerinitiative zugute. Das Nikolausfest und ein Weihnachtsclownfest mit Geschenken für die Kinder der Notunterkunft (in Anlehnung an Weihnachten im Schuhkarton). Ein Faschingsfest für die Kinder des Heimes in der Levetzowstraße. Einrichtung der Kinderzimmer in beiden Moabiter Heimen durch vorher gesammelte Möbel und Spielzeugspenden.

Spracherwerb und Freizeitgestaltung

Im Kinderspielzimmer der Notunterkunft Alt Moabit findet mittlerweile regelmäßig vormittags von Montag bis Freitag Deutschunterricht statt, der von Ehrenamtlichen gegeben wird. Nachmittags dient der Raum der freien Beschäftigung der Kinder. Es gibt eine Spiel- und Bastelecke, eine Leseecke und einen Tobe-Bereich.

Hilfe und Begleitung – Amtsgänge, Arztbesuche, Wohnen

Wir vermitteln die Begleitung von Flüchtlingen zu Ämtern und bei Arztgängen.
Die Flüchtlinge wenden sich auch in Fragen der Umzugshilfe oder bei der Einrichtung von Wohnungen an uns.

Ausblick:

Wir tauschen uns mit Initiativen wie dem Welcome-Refugees-Initiativen-Netzwerk und dem Flüchtlingsrat aus. Die Bürgerinitiative ist derzeit dabei, eine Ausstellung zum Thema “Flucht, Vertreibung, Obdachlosigkeit” in Kooperation mit der “Berliner Obdachlosenhilfe” zu planen, die voraussichtlich im Herbst 2014 realisiert werden soll.

Kontakt und Mitmachen

Moabit hilft!” trifft sich jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat zum runden Tisch im Café Coffee Break in der Jagowstraße 23 (Keine Spendenannahme!), 10555 Berlin um 19 Uhr. Hier treffen und vernetzen sich die verschiedensten HelferInnen, Interessierte, MultiplikatorInnen, Initiativen und Einrichtungen. Jede/r Interessierte ist herzlich dazu eingeladen.